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16Okt/15

Gerichtsurteil zum Handel mit Microsoft-Volumenlizenzen

 

Der Handel mit gebrauchter Software ist legal. Allerdings gilt dies nicht für jede Softwarelizenz. Ein Gericht gab der U-S-C GmbH recht, dass beim Handel mit aufgespaltenen Microsoft Volumenlizenzen Vorsicht geboten ist. Durch dieses Urteil wurde die Klage seitens usedSoft abgewiesen, die gegen die U-S-C GmbH aufgrund von Irreführung klagten.

Warnung vor dem Kauf von aufgespaltenen Volumenlizenzen gerechtfertigt

Der Kauf gebrauchter Software ist seit dem 17.07.2013 klar erlaubt. Dies schließt downloadbare Software mit ein. Die U-S-C GmbH gilt als Experte für Softwarelizenzrecht und warnte Kunden vor dem Kauf aufgespaltener Volumenlizenzen.Der Kauf gebrauchter Microsoft Volumenlizenzen kann durchaus illegal sein. Das Unternehmen usedsoft verklagte die U-S-C GmbH wegen Irreführung und dieser öffentlich publizierten Meinung. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) wies die Klage von usedSoft ab.

Die Warnung der U-S-C GmbH fällt unter die freie Meinungsäußerung

Der EuGH wies daraufhin, dass die U-S-C GmbH in ihrem Blog lediglich die eigene Meinung äußerte. Dies ist erlaubt und nicht verfassungswidrig. Hierbei beruft sich das Gericht auf folgende Aussage in dem Blog:

„Seit kurzem kursiert in der Presse wieder einmal die Aussage, dass die Aufspaltung von Volumenlizenzen zum Zwecke des Weiterverkaufs rechtmäßig sei. Diese Aussage ist unserer Meinung nach schlicht und einfach falsch.“

Der Anklagepunkt der Irreführung wurde abgewiesen, da das unabhängige Lizenzberaterteam der U-S-C GmbH nicht pauschal den Kauf von aufgespaltenen Volumenlizenzen illegal darstellt, sondern differenziert.

Kunden sollen eine Expertenmeinung einholen vor dem Kauf aufgespaltener Volumenlizenzen

Es wird seitens der U-S-C GmbH klar empfohlen, vor dem Kauf einer Microsoft Volumenlizenz den Rat von Experten einzuholen. Dadurch sollen sich Kunden vor dem Kauf illegaler Lizenzen schützen. Dadurch soll eventuell auftretenden Problemen bei den Lizenzaudits vorgebeugt werden. Das Unternehmen U-S-C GmbH gilt als Experte für gebrauchte Software und Software-Lizenz-Recht.

04Nov/14

Microsoft nimmt Windows 8 vom Markt

Die Halbwertzeit von Microsoft-Betriebssystemen wird immer kürzer: Nur zwei Jahre nach dem Erscheinen hat der weltgrößte Softwarehersteller Windows 8 vom Markt genommen. Damit schließt sich Microsoft einem Trend an, der vom Erzrivalen Apple begründet wurde. Durch schnelle Updates werden die Kunden an den Hersteller gebunden und mit Neuerungen gelockt, die das Arbeiten noch einfacher machen sollen.

Auch Windows 7 verschwand zum 31. Oktober 2014 aus den Regalen der Computerhändler. Der wenig geliebte Nachfolger des Klassikers Windows XP hatte sich nie wirklich durchsetzen können – wohl auch deswegen, weil es die Redmonder wieder einmal nicht geschafft hatten, die noch immer zahlreich vorhandenen Sicherheitslücken zu schließen. Windows 8 weist zwar einige zusätzliche Sicherheitsfeatures auf – die Änderungen an der Nutzeroberfläche und der neue App-Store bergen jedoch neue Gefahren, die von Hackern gerne und häufig genutzt werden.

Die Windows 8-Nachfolger bringen nur wenige Neuerungen

Ob sich der Negativtrend im Hinblick auf die Nutzerakzeptanz abschwächen oder gar umkehren wird, darf bezweifelt werden: Die Nachfolgesysteme Windows 8.1 und Windows 10, das sich noch in der Entwicklungsphase befindet, können mit nur wenigen Neuerungen aufwarten. In früheren Zeiten wären kleinere Erweiterungen wohl in Form von Service-Packs zur Verfügung gestellt worden. Bei Windows XP gab es deren drei, bevor der Support für das erfolgreiche Betriebssystem im April 2014 endgültig eingestellt wurde.

Im Gegensatz zu Windows 8, das gegenüber anderen Betriebssystemen immer mehr an Boden verliert, wuchs die Beliebtheit von Windows XP mit jedem Jahr um mehrere Prozentpunkte an. Noch zwölf Monate vor dem Supportende lag der Marktanteil bei erstaunlichen 38 Prozent. Windows 8 bringt es dagegen nur auf magere 12,3 Prozent und hat im Laufe der vergangenen Monate sogar Marktanteile an den Vorgänger Windows 7 verloren. Dies ergab eine Umfrage des Online-Marktforschungsinstitutes Net Applications.

Für Firmen steht Windows 7 bereits auf dem Abstellgleis

Firmen, die Windows 7 auf ihren Rechnern nutzen, werden sich kurzfristig eine Alternative suchen müssen. Microsoft hat angekündigt, den grundlegenden Support für dieses System zum 13. Januar 2015 auslaufen zu lassen. Zwar gibt es bis zum Januar 2020 noch den erweiterten Support, dieser schließt aber keine kostenlosen Sicherheits-Fixes mehr ein. Auch Funktionswünsche auf Kundenzuruf wird es ab Januar des kommenden Jahres nicht mehr geben. Microsoft wird sich in Zukunft darauf beschränken, selbst entdeckte Sicherheitsmängel zu schließen.

Wann der Support für Windows 8 auslaufen wird, steht derzeit noch nicht fest. Es ist jedoch zu erwarten, dass Unternehmen im Zweifelsfall lieber auf den Marktstart des Nachfolgers Windows 10 warten werden, der für die zweite Jahreshälfte 2015 geplant ist. Die Entwickler-Version ist schon jetzt frei verfügbar. Da es sich hierbei um eine Vorversion handelt, wird jedoch davon abgeraten, diese auf einem Produktivsystem einzusetzen.

13Feb/14

Surface Pro 3: Der neue Alleskönner von Microsoft

Surface Pro 3
Der US-Softwareriese Microsoft hat vor wenigen Tagen ein Gerät vorgestellt, das nach dem Willen der Verantwortlichen den Laptop ersetzen soll. Der für die Entwicklung zuständige Manager Panos Panay sagte vor der versammelten Fachpresse, der Konflikt zwischen Tablet und Notebook sei mit dem “Surface Pro 3” gelöst.

Statt 16:9 nun 3:2

Das Surface Pro 3 verfügt über ein 12-Zoll-Display mit einer Auflösung von 2160 x 1440 Bildpunkten. Die 3:2-Dimensionierung kommt Usern entgegen, die das Gerät hauptsächlich für Business-Anwendungen nutzen. Im Unterschied zu den bisherigen Surface-Modellen, die mit einer Full-HD-Auflösung aufwarten, eignet sich das neue Flaggschiff nur bedingt zum Abspielen von Videos. Der Grund: Praktisch alle aktuellen Filme und Fernsehserien verwenden ein Seitenverhältnis von 16:9 oder 4:3.

Die Lautsprecherboxen sind beim Surface Pro 3 am Rand des Displays untergebracht. Ob dies für einen besseren Sound sorgt, bleibt offen. Sicher ist dagegen, dass die Kapazität des Akkus um 20 Prozent erhöht wurde. Das eigentliche Prunkstück des Surface Pro 3 ist Panay zufolge die aktive Kühlung, die so leise sein soll wie eine passive.

Auf Webseiten wie Heise und Zdnet ist außerdem zu lesen, dass der Aufstellwinkel des Ständers nun stufenlos einstellbar sein soll. Als Zubehör gibt es wie beim Surface 2 ein anklippbares Type Cover mit Touchpad und Tastatur. Nach dem Andocken kann das Cover magnetisch am unteren Displayrand befestigt werden.

Überraschend war, dass Panay nicht das von vielen erwartete “Surface Mini” präsentierte. Die Miniaturausgabe soll mit einem 7- oder 8-Zoll-Bildschirm ausgestattet sein. Der Entwicklungschef betonte jedoch, dass das Konzept noch nicht aufgegeben worden sei. Offenbar will man abwarten, wie die Markteinführung des Surface Pro 3 verläuft.

Ab Ende August wird das Surface Pro 3 in insgesamt 27 Ländern erhältlich sein. In der Schweiz beginnen die Preise bei 899 Franken. Während die günstigste Variante mit vier Gbyte RAM und 64 Gbyte Flash-Speicher auskommen muss, bietet das Spitzenmodell 8 GB Arbeitsspeicher und 512 GB Flashspeicher.

Bringt das Surface Pro 3 die Wende für Microsoft?

Das Surface Pro 3 soll die ersehnte Wende im bisher eher durchwachsenen Tabletgeschäft bringen. Ob das Gerät wirklich den Laptop ersetzen kann, wie Panay vollmundig versprach, ist jedoch fraglich. Schon bei der Vorstellung des Vorgängers “Surface Pro 2” wurde dasselbe Versprechen gegeben, die Verkaufszahlen blieben aber weit hinter den Erwartungen der Amerikaner zurück.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass Microsoft mit den Surface-Geräten bislang einen Verlust von rund 300 Millionen Dollar eingefahren hat. Branchenkenner spekulieren darüber, ob dieses Debakel durch ein übertriebenes Werbebudget oder zu hohe Produktionskosten zustande kam. Fakt ist: In den Lagern stapeln sich unverkaufte Surface-RT-Rechner, die zusammen einen Wert von 900 Millionen Dollar haben.