Category Archives: Softwaremarkt

11Aug/17
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Aktuelle Trends und Entwicklungen auf dem SAP-Markt

Der SAP-Markt boomt wie selten zuvor. Die Produkte des traditionsreichen deutschen Softwareherstellers erfreuen sich weltweit einer wachsenden Nachfrage. SAP-Experten werden derzeit in nahezu allen Branchen gesucht – vor allem in Versicherungen, Banken, der Elektroindustrie und der Telekommunikation. Auch der öffentliche Sektor zeigt zunehmend Interesse an SAP-Lösungen und -Experten. Von der steigenden Nachfrage profitieren sowohl Freelancer als auch etablierte Dienstleister wie z.B. die Westfalen-Informatik AG. Lesen Sie im Folgenden, welche weiteren Entwicklungen es auf dem SAP-Markt gibt.

Schulungs- und Trainingsmöglichkeiten für iOS-Entwickler

Im vergangenen Jahr gab SAP bekannt, eine Partnerschaft mit Apple eingehen zu wollen. Seit Mitte des Jahres 2016 arbeitet der iPhone-Hersteller mit dem Walldorfer Softwareproduzenten bei der Entwicklung von Apps zusammen. Mit diesem Schritt sicherte sich der US-amerikanische Konzern den Zugang zum lukrativen Markt für Firmenkunden. Das erklärte Ziel besteht darin, Geräte wie das iPad Pro für den Einsatz in Firmen attraktiver zu machen. Die Geräte verfügen über eine anklickbare Tastatur und können bei Bedarf auch mit einem Stift bedient werden. Auf lange Sicht, so die Vision der Amerikaner, sollen sie konventionelle Laptops ablösen. Apple hatte sich über lange Zeit aus dem Firmenkundengeschäft herausgehalten. Aufgrund der schwächelnden iPad-Verkäufe und des sinkenden Wachstums im Smartphonesektor ist nun auch der Unternehmensmarkt zu einem wichtigen Geschäftsfeld geworden.

Die geschäftlichen Anwendungen basieren auf der SAP-Datenbank-Plattform Hana, die grosse Datenmengen in Echtzeit verarbeiten kann. Seit Ende 2016 sind die entsprechenden Software-Werkzeuge für Entwickler verfügbar. Bereits im Jahr 2014 hatte Apple eine Partnerschaft mit IBM gestartet, in der ebenfalls Anwendungen für Unternehmensprozesse entwickelt werden. Die erste iOS-App, die in Zusammenarbeit mit Apple erstellt wurde, trägt den Namen ‚SAP Project Companion for Manager & Consultants‘. Mit der SAP Academy for iOS stehen den Entwicklern nun Schulungs- und Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung. Das Angebot umfasst die Apple-Programmiersprache Swift 3, Grundlagen für die Entwicklung mit dem iOS Software Development Kit (SDK) und eine Schulung, bei der die Grundlagen der SAP Cloud-Plattform und der SAP-Backendsysteme vermittelt werden.

SAP Preferred Success soll Kunden die digitale Transformation erleichtern

Im Juli 2017 stellte SAP den neuen Serviceplan „SAP Preferred Success“ vor, mit dem das Support- und Cloud Service-Portfolio des Softwareherstellers vereinfacht werden soll. Bei „SAP Preferred Success“ handelt es sich um eine Weiterentwicklung des „SAP Preferred Care“-Serviceangebots. Der Fokus liegt auf der Einführung neuer Technologien, Schulungsmöglichkeiten und der Bereitstellung von Einführungsmethodiken. 2014 hatte SAP mit „One Support“ den Betrieb von hybriden Lösungen in Verbindung mit der Hana Cloud vereinfacht. Mit SAP Preferred Support bietet der Konzern nun auch eine Methodik für die raschere Umsetzung von unternehmerischen und strategischen Zielen an.

SAP-Kunden, die bereits das Paket „Enterprise Support Cloud Editions“ nutzen, können dieses mit Preferred Success um einen Serviceplan erweitern, der auf ihren Erfolg zugeschnitten ist. Zunächst wird SAP Preferred Success für SAP S/4HANA Public Cloud, SAP Hybris Cloud for Customer und SAP SuccessFactors verfügbar sein. Die Nutzer von SAP Preferred Success profitieren von neuen und erweiterten Nutzungsberichten, einer Unterstützung in Form von Best Practices und einer kennzahlenorientierten Nutzungsplanung. Um SAP Preferred Success kaufen zu können, wird ein Cloud-Abonnement im Wert von mindestens 20.000 Euro benötigt. Laut Hersteller wird der neue Serviceplan zu einem Preis von 20% der jährlichen Nettogebühren für ein Cloud-Abonnement angeboten.

04Nov/14

Microsoft nimmt Windows 8 vom Markt

Die Halbwertzeit von Microsoft-Betriebssystemen wird immer kürzer: Nur zwei Jahre nach dem Erscheinen hat der weltgrößte Softwarehersteller Windows 8 vom Markt genommen. Damit schließt sich Microsoft einem Trend an, der vom Erzrivalen Apple begründet wurde. Durch schnelle Updates werden die Kunden an den Hersteller gebunden und mit Neuerungen gelockt, die das Arbeiten noch einfacher machen sollen.

Auch Windows 7 verschwand zum 31. Oktober 2014 aus den Regalen der Computerhändler. Der wenig geliebte Nachfolger des Klassikers Windows XP hatte sich nie wirklich durchsetzen können – wohl auch deswegen, weil es die Redmonder wieder einmal nicht geschafft hatten, die noch immer zahlreich vorhandenen Sicherheitslücken zu schließen. Windows 8 weist zwar einige zusätzliche Sicherheitsfeatures auf – die Änderungen an der Nutzeroberfläche und der neue App-Store bergen jedoch neue Gefahren, die von Hackern gerne und häufig genutzt werden.

Die Windows 8-Nachfolger bringen nur wenige Neuerungen

Ob sich der Negativtrend im Hinblick auf die Nutzerakzeptanz abschwächen oder gar umkehren wird, darf bezweifelt werden: Die Nachfolgesysteme Windows 8.1 und Windows 10, das sich noch in der Entwicklungsphase befindet, können mit nur wenigen Neuerungen aufwarten. In früheren Zeiten wären kleinere Erweiterungen wohl in Form von Service-Packs zur Verfügung gestellt worden. Bei Windows XP gab es deren drei, bevor der Support für das erfolgreiche Betriebssystem im April 2014 endgültig eingestellt wurde.

Im Gegensatz zu Windows 8, das gegenüber anderen Betriebssystemen immer mehr an Boden verliert, wuchs die Beliebtheit von Windows XP mit jedem Jahr um mehrere Prozentpunkte an. Noch zwölf Monate vor dem Supportende lag der Marktanteil bei erstaunlichen 38 Prozent. Windows 8 bringt es dagegen nur auf magere 12,3 Prozent und hat im Laufe der vergangenen Monate sogar Marktanteile an den Vorgänger Windows 7 verloren. Dies ergab eine Umfrage des Online-Marktforschungsinstitutes Net Applications.

Für Firmen steht Windows 7 bereits auf dem Abstellgleis

Firmen, die Windows 7 auf ihren Rechnern nutzen, werden sich kurzfristig eine Alternative suchen müssen. Microsoft hat angekündigt, den grundlegenden Support für dieses System zum 13. Januar 2015 auslaufen zu lassen. Zwar gibt es bis zum Januar 2020 noch den erweiterten Support, dieser schließt aber keine kostenlosen Sicherheits-Fixes mehr ein. Auch Funktionswünsche auf Kundenzuruf wird es ab Januar des kommenden Jahres nicht mehr geben. Microsoft wird sich in Zukunft darauf beschränken, selbst entdeckte Sicherheitsmängel zu schließen.

Wann der Support für Windows 8 auslaufen wird, steht derzeit noch nicht fest. Es ist jedoch zu erwarten, dass Unternehmen im Zweifelsfall lieber auf den Marktstart des Nachfolgers Windows 10 warten werden, der für die zweite Jahreshälfte 2015 geplant ist. Die Entwickler-Version ist schon jetzt frei verfügbar. Da es sich hierbei um eine Vorversion handelt, wird jedoch davon abgeraten, diese auf einem Produktivsystem einzusetzen.